Nach dem erfolgreichen Jahr 2003 gab es bei der Verbund Linie auch 2004 weitere Steigerungen bei Fahrgästen und Einnahmen zu verzeichnen. Gleichzeitig erhielten wir auch in der Marktforschung gute Noten.
Der im Jahr davor eingeleitete Aufwärtstrend bei Einnahmen und Nachfrage konnte im Jahr 2004 erfreulicher Weise fortgesetzt werden. Das ist umso bemerkenswerter, als die Trendumkehr in erster Linie dem starken Grazer Kulturhauptstadtjahr 2003 zugeschrieben worden war. Mit
Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen von 44,72 Millionen € wurde im Jahr 2004 um 1,73 Millionen € mehr eingenommen als im Jahr davor. Das entspricht einem Plus von 4,02 Prozent gegenüber 2003. Betrachtet man die Einnahmenentwicklung in Bezug auf den räumlichen Geltungsbereich, so lässt sich das größte Plus in Graz und im Linienverkehr über die Stadtgrenze von Graz feststellen – hier dürfte sich wohl auch ein Zusammenhang mit der beträchtlichen Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung in Graz ableiten lassen.
Betrachtet man dieses Einnahmen-Plus nach den verschiedenen Fahrkartenarten, so ragen besonders die Stundenkarten (+ 4,1%), 24-Stunden-Karten (+ 7,1%) und die Halbjahres- und Jahreskarten (+5,61%) heraus. Bei Letzteren dürfte sich der unveränderte Verkaufspreis nach der Tariferhöhung im Mai 2004 als schlagendes Kaufargument ausgewirkt haben. Darüber hinaus fällt – wie schon in den vergangenen Jahren – die Einnahmensteigerung bei der gesondert subventionierten Studienkarte (+ 13%) auf, wobei die 5-Monats-Karte mit einem Plus von fast 30 Prozent besonders punkten konnte. Der einzige Rückgang an Verkaufserlösen im Vergleich zu 2003 war bei den Wochenkarten zu verzeichnen (-2,77%).
Auch bei der
Zahl der beförderten Personen konnte im Jahr 2004 wieder ein erfreulicher Zuwachs verzeichnet werden: Mit 65,25 Millionen Fahrten zum Verbundtarif konnte gegenüber dem Jahr 2003 (64,1 Millionen) ein Plus von 1,83 Prozent eingefahren werden. Die schon bei den Einnahmen getroffene Feststellung spiegelt sich auch hier wider: Der öffentliche Verkehr in bzw. von und nach Graz konnte den Löwenanteil des Fahrgastzuwachses für sich verbuchen. Und damit scheint auch der Arbeitsschwerpunkt für die kommenden Jahre abgesteckt zu sein: Die meisten Fahrgäste verzeichnet die Verbund Linie im städtischen bzw. stadtnahen Bereich (79 Prozent aller Verbundfahrgäste). Die Stadt Graz allein hält einen Fahrgastanteil von 71,84 Prozent (2003: 71,46%), auf die Nachfrage über die Stadtgrenze von Graz fiel 2004 ein Anteil von 13,88 Prozent (2003: 13,75%). Der öffentliche Verkehr außerhalb der Kernzonen wies einen (weiterhin leicht sinkenden) Anteil von 6,58 Prozent auf (2003: 6,88%).
Im
Budget für 2004 waren für die Finanzierung von Verkehrsdiensten insgesamt 23,87 Millionen € vorgesehen, für die Aufgaben der Steirischen Verkehrsverbund GmbH standen weiters 1,92 Millionen € bereit. Diese im Grund- und Finanzierungsvertrag festgeschriebenen Werte wurden mit 8,68 Millionen € vom Bund, mit 12,56 Millionen € vom Land Steiermark und mit 4,55 Millionen € von der Stadt Graz finanziert.
2004 waren 58 Verkehrsunternehmen mit rund 500 Straßenbahn-, Bus- und Bahnlinien zum Tarif der Verbund Linie unterwegs.
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