25. 11. 2009
Mehr Fahrgäste, mehr Einnahmen – das ist die erfreuliche Bilanz des öffentlichen Verkehrs für das Geschäftsjahr 2008 aus der Sicht des steirischen Verkehrsverbundes.
Einnahmen. Nach kleineren Bewölkungen – vor allem aufgrund des marginalen Rückganges bei den Fahrgastzahlen im Verbundjahr 2007 – erscheint das Jahr 2008 wieder vollends im Sonnenschein: Sowohl bei den Einnahmen (+ 8,71%) als auch bei den beförderten Personen (+ 4,13) ist ein Plus festzustellen. Die
Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen sind – nach dem Durchbruch der 50-Millionen-Schallmauer im Vorjahr – weiter um 8,71 Prozent auf
55,21 Millionen Euro gestiegen. Dabei kam es in allen Tarifzonenbereichen zu Zuwächsen, am größten waren diese im stadtgrenzüberschreitenden Verkehr von/nach Graz und in Leoben (Tarifzone 102).
Nach Unternehmen betrachtet, können die städtischen Verkehrsunternehmen eine Einnahmensteigerung von mehr als 10 Prozent für sich verbuchen, dahinter die ÖBB mit einem beachtlichen Plus von 6,36 Prozent. Bei einem Blick auf die Fahrkartengattungen haben die Mehrerlöse bei den Halbjahres- und Jahreskarte – unzweifelhaft aufgrund der Minus-10%-Rabattaktion – einen fast 40-prozentigen Anteil am gesamten Umsatzplus für das Jahr 2008. Ein Umsatzeinbruch zu Lasten der Wochen- und Monatskarten war im Jahr 2008 jedoch – gleichsam erfreulich wie überraschend – noch nicht erkennbar; im Gegenteil: auch diese preislich attraktiven Zeitkarten konnten 2008 ein Umsatzplus von 4,45 Prozent einfahren. Ebenso weiter im Aufwind befinden sich die Umsatzzahlen von Stunden- und 10-Zonen-Karten (+ 7,84%).
Beförderte Personen. Wieder in sehr erfreulichem
Lichte erscheinen die Fahrgastzahlen für 2008: Mit
70,83
Millionen Fahrten zum Verbundtarif gab es ein schönes Plus
von 4,13 Prozent gegenüber dem Jahr davor (68 Millionen Fahrten),
womit die zuvor begonnene Serie von Fahrgastzuwächsen seit 2003 fortgesetzt
werden konnte. Räumlich betrachtet gab es in allen steirischen Regionen
Zuwächse, am deutlichsten im stadtgrenzüberschreitenden Verkehr
von Graz (+ 6,92%), in der Stadt Leoben (+ 6,65%) sowie im reinen
Regionalverkehr (+5,95%). In absoluten Zahlen betrachtet, spielt
sich der öffentliche
Verkehr mit 50,36 Millionen (Anteil = 71,1%) beförderten Personen
in Graz (Tarifzone 101) ab, an zweiter Stelle der Wichtigkeit liegen
die Einpendler nach Graz mit 10,56 Millionen beförderten Personen
(Anteil = 14,91%). Ungefähr gleichauf liegen der reine Regionalverkehr
(4,54 Millionen Fahrgäste, anteilig 6,40%) und die drei anderen
Stadtzonen Leoben (1,34 Mio/1,90%), Bruck/Kapfenberg (2,26 Mio./3,19%)
und das Aichfeld (1,15 Mio./1,63%).
Finanzierung. Die Gebietskörperschaften finanzierten den steirischen Verbundtarif im Jahr 2008 weiterhin nach dem vereinbarten Schlüssel, damit die Fahrgäste in den Genuss von günstigeren Fahrkarten kommen. Von der
Gesamtfinanzierungssumme von
43 Millionen Euro übernahmen das Land Steiermark 13,46 Millionen Euro, der Bund 9,27 Millionen Euro und die Stadt Graz 4,93 Millionen Euro. Veranschlagte 15,34 Millionen Euro kamen von Leistungsbestellungen Dritter und aus Zinserträgen. Von diesen 43 Millionen Euro flossen 23,69 Millionen Euro in die Tarifstützung, weitere 16,88 Millionen Euro wurden für Angebotsverbesserungen reserviert. Für Planung, Organisation und Marketing standen 2008 2,1 Millionen Euro und für Abfertigungsgeräte/Vertrieb 0,33 Millionen Euro zur Verfügung.
Im Jahr 2008 waren 63 Verkehrsunternehmen mit rund 500 Straßenbahn-, Bus- und Bahnlinien zum gemeinsamen Tarif der
Verbund LinieVerbund Linie ist der Markenname des Verkehrsverbundes Steiermark, alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Steiermark sind darin zum einheitlichen Tarif benützbar. unterwegs.