6. November 2019

Seit dem Startjahr 1986 findet das „Internationale Berg- und Abenteuer-Filmfestival Graz“ statt. Zum 31. Mal, konkret vom 12. bis 16. November 2019 im Congress Graz und im Schubertkino. Robert Schauer – weltbekannter Höhenbergsteiger, Spitzenalpinist, Filmschaffender – gründete und leitet dieses nunmehr weltumspannende, in dieser Art einzigartige Festival. Insgesamt werden in Graz 128 Filme vorgeführt, 125 davon stehen im Wettbewerb. Zwei Filme sind Welt-Premieren. Produzenten aus 36 Ländern reichten insgesamt 260 Filme zu diesem internationalen Wettbewerb ein. Einige der Produzenten haben in Graz bereits Siegerpreise errungen. 25 % der heuer eingereichten Filme wurden von Österreichern hergestellt.

Von Dienstag bis Samstag Mitternacht währt das Festival und zeigt Produktionen in vier Sparten: Alpinismus und Expeditionen, Sport in Berg- und Naturräumen, Natur und Umwelt sowie Menschen und Kulturen. Der Ist-Stand, dass gefilmte Outdoor-Aktivitäten indoor vorgeführt werden, wirkt pikant. Die Basis ist klassisch: Es waren jeweils Stadt-Menschen, die die Berge der Heimat, zusätzlich die Berge der Welt erschlossen haben. Auf allen Kontinenten. Zum Beispiel Schauplatz Island: mit dem von Frost und Schnee hinterlegten Kajakfilm "Eisiger Tanz am Götterfall". Im Gegensatz dazu dokumentiert "Beyond the Edge" die epische Reise, anno 1953, der beiden Mount-Everest-Erstbesteiger Edmund Hillary und Sherpa Tenzing Norgay. Im Juni 2019 wäre Hillary 100 Jahre alt gewesen. In diesem Zusammenhang schuf der Australier Michael Dillon ein einfühlsames, 105-Film-Minuten langes Portrait, betitelt "Ocean to Sky".

Bis zum Beginn der "Langen Nacht" am 15. November steht in den Sternen, wer am Festival-Schlussabend mit dem begehrten Grand Prix Graz bzw. mit einem der Kategoriepreise ausgezeichnet wird. Die Jury leistet bis dahin Schwerarbeit: Das Dreier-Team – Rebecca Martin (USA), Wilma Pradetto (D/Ö) und der Grazer Anthropologe und ehemalige Kletterer Christoph Grill – muss die Anforderung stemmen, verantwortet gegenüber 125 Filmschaffenden. Zugleich wissend, im Rücken juriert das Publikum.
Günter und Luise Auferbauer

www.mountainfilm.com

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