16. Dezember 2019

RucksackMit dem Start des neuen RegioBus-Fahrplans im Buskorridor Weiz ist die Erreichbarkeit des Schöckls noch leichter geworden. Vor allem am Wochenende fährt die RegioBus-Linie 250 im Stundentakt nach St. Radegund und – neu – weiter bis zum Schöcklkreuz. Hier das Protokoll einer Frischluftbetankung von Sonntag, 15. Dezember 2019:

11:15 Uhr: Skiunterwäsche, Fleecepulli, Haube und Schafwollhandschuhe sind angezogen, die Schuhspikes im Rucksack verstaut. Los geht's!
11:30 Uhr: Per Linie 58 geht´s in Richtung Mariagrün.
11:45 Uhr: Der hellgrüne RegioBus der Linie 250 startet mit ein paar Minuten Verspätung ab Kroisbach Feuerwache in Richtung Schöcklkreuz.
12:15 Uhr: Überpünktlich angekommen, sind wir um diese Zeit doch die Einzigen, die aus dem Bus steigen. Ab hier (1.125 Meter Seehöhe) beginnt der definitiv kürzeste und schnellste Weg auf den Schöckl. Dem Wegweiser "Stubenberghaus" folgend geht es zunächst mäßig bergan durch den Wald. Dann mündet der Weg in eine etwas flachere Forststraße ins offene Gelände. Der Blick nach Norden geht in Richtung Almenland, im Hintergrund der Hochlantsch mit der Roten Wand, die Luft ist klar, die Sicht reicht bis zur Rax und zu den Eisenerzer Alpen.
Bevor es nochmals etwas steiler bergan fehlt, wird es Zeit, die Spikes anzulegen – ein praktisches Accessoire, das auf alle Schuhe passt. Ein paar Tage zuvor hat es geschneit, da bleibt auf der Nordseite des Hausbergs die weiße Pracht gern liegen. Ohne zu rutschen beginnt die letzte Etappe, die jetzt mehrere Möglichkeiten bietet. Wir wählen einen der unteren Wege, überqueren die ehemalige Skipiste der Jahnwiese, dann ist die Schöcklseilbahn-Bergstation schon in Sicht.
Zuvor begegnen wir noch einem Relikt aus alten Zeiten: der ehemaligen Bergstation des Schöckl Nordliftes. Dieser Einsersessellift beförderte die Skifahrer bis zum Ende der 1970er-Jahre von Semriach wieder hinauf, nachdem sie die "tiefschwarze" Nordabfahrt bewältigt hatten.
Gulaschduft steigt uns in die Nase, als wir knapp 60 Minuten und 320 Höhenmeter später auf dem Schöcklplateau ankommen.
13:17 Uhr: Vorbei an der mächtigen Senderanlage führt ein kurzer, ebener Spaziergang zum Westgipfel, wo das Gipfelkreuz steht und einen Blick auf Semriach und das Almenland erlaubt. Das Plateau ist gut belebt – Eltern mit kleinen Kindern, Paare mit Hunden, Familien mit Oma und Opa, der Schöckl ist generationenübergreifend auch im Winter ein beliebtes Naherholungsgebiet.
14:05 Uhr: Vor dem Alpengasthof lockt die Terrasse mit freien Plätzen. Nach wenigen Minuten steht auch schon die Schwammerlsuppe mit Heidensterz und Grammeln auf dem Tisch, das Bier passt hier gut dazu. Die Sonnenstrahlen wärmen doch und verleiten uns an diesem Sonntag zum Verweilen. Der Blick auf Graz zeigt die leichte Inversionswetterlage, also noch ein paar kräftige Atemzüge auf Vorrat nehmen, bevor wir – an diesem Tag gemütlich – in rund sieben Minuten mit der Schöckl-Seilbahn bergab schweben.
In der Talstation sind die hausgemachten Nussstangen der Schöcklstube ein Mitnehm-Hit, und wir nutzen die verbleibende Zeit für einen kleinen Spaziergang ins Zentrum des Kurortes.
15:13 Uhr: Abfahrt von St. Radegund Ort, der 250er hat schon etliche Heimfahrer aufgesammelt. Dank der Aktion Stundenkarte = Tageskarte entfällt der Ticketkauf für die Rückfahrt.
15:42 Uhr: Wir kommen etwas verspätet in Mariagrün an, und der heran nahende 58er zwingt uns zu einem kleinen Sprint, der jedoch Dank der Frischluftkur mühelos gelingt.
-anTh-
 

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