Wandertour 82: Über den Reichenstein

Wandertour 82: Über den Reichenstein

Der "reiche" Berg.

 

Wanderroute

Von der Bushaltestelle auf dem Präbichl wenden wir uns nach Nordwesten und folgen der Eisenstraße zur Passhöhe (wo rechter Hand die beeindruckende Gedenkstätte situiert ist, die an die jüdischen Opfer des Todesmarsches im Jahr 1945 gedenkt). Bei der Straßenkreuzung auf der Passhöhe (1.226 m) entscheiden wir uns, welchen der beiden markierten Anstiege auf den Reichenstein wir auswählen. 

Nach links weisen die Wegweiser zum Präbichlerhof bzw. zum klassischen Aufstieg auf den Reichenstein übers Grübl. Wenn wir diese Variante wählen, wandern wir vorerst entlang der Straße zum Präbichlerhof. Dort folgen wir dem markierten Weg, der uns über die Kartreppe des Grübls direkt zum Rösselhals (ca. 1.770 m) geleitet.

Für Abenteurer und Unentwegte bietet sich der Weg über die Plattenalm (Wegweiser) an, für den wir vorerst der aussichtsreichen, asphaltierten Straße ein paar Minuten Richtung Erzberg folgen. Vor der Tafel "Bergbaugebiet Erzberg" zweigt unser Wanderweg links ab und führt an der Barbarakapelle (1.271 m) vorbei, um wenig später den Rand des Erzberg-Abbaugebietes zu erreichen. Unmittelbar entlang dieser "Grenze zum Erzberg" wandern bzw. steigen wir weiter in Richtung Südwesten, wobei sich immer wieder beeindruckende Blicke auf die Bergbaulandschaft des Erzberges ergeben. In diesem Abschnitt ist der Steig gut mit Richtungsmarkierungen eines Erzberg-Events markiert. Nach ca. einer Stunde erreichen wir den Sattel der Plattenalm (Wegweiser). Ab dort folgen wir ein paar Minuten der Forststraße bis zur nächsten Weggabelung (Wegweiser). Wir nutzen den guten Waldweg, der links von der Forststraße abzweigt und uns zu einem aussichtsreichen Sporn auf ca. 1.600 m bringt. Nun quert der – leider ziemlich verwachsene und daher unangenehm zu begehende Steig (Stand: Sommer 2017) – mit zwei Serpentinen die Westseite des Rössels hinauf zum Rösselhals.  

Eben bzw. leicht absteigend führt der Normalweg Richtung Reichenstein; links geleitet uns ein Steig zur so genannten Stiege, einer steilen Eisentreppe, die wir über eine mit einem Drahtseil versicherte Stelle erreichen. Nach der Stiege vereinen sich die beiden Aufstiegsvarianten. Dort können wir uns erneut entscheiden, ob wir entlang des markierten Weges – etwas bequemer – zur Reichensteinhütte wandern oder ob wir dem steilen und unmarkierten Steig direkt in den Sattel zwischen Schutzhütte und Gipfel folgen. Von diesem Sattel kraxeln wir in wenigen Minuten auf den felsigen Gipfel des Reichensteins (2.165 m), wo wir an klaren Tagen mit einem großartigen Panorama vom Dachstein bis zum Schöckl belohnt werden.

Die nahe Reichensteinhütte, am Ostrand des kleinen Gipfelplateaus prominent situiert, lädt zu einer verdienten Rast ein, ehe wir unsere Überschreitung fortsetzen. Dafür vertrauen wir uns dem Wanderweg in Richtung Reichhals (Wegweiser vor der Hütte) an, entlang dem wir über das wunderschöne und aussichtsreiche Plateau zum Westgipfel (2.143 m) flanieren; von dort ist in wenigen Minuten der Reichhals (ca. 2.030 m) erreicht. Nun wenden wir uns nach links (Wegweiser Richtung Krumpalm); vor uns sehen wir die Hohe Zölz und links darunter unser nächstes Ziel, den Krumphals. Unser Steig führt erst im steilen Zickzack bergab und quert dann unter den Südwestwänden des Reichenstein-Plateaus (Achtung: im Frühsommer steile Schneefelder!) zum 1.700 m hohen Krumphals. Der Weg wendet sich hier nach links zum Kar der beeindruckenden Krumpen, kurz darauf taucht unter uns auch der Krumpensee auf. Über eine kurze Steilstufe müssen wir absteigen, dann ist rasch die Krumpalm (ca. 1.430 m) erreicht, die in den Sommermonaten einfach bewirtschaftet ist und sich als gemütlicher Rastplatz anbietet. 

Von der Krumpalm fädeln wir wieder in den markierten Weg (der ein paar 10er Meter unter der Almhütte vorbeiführt) ein, und überwinden entlang des Almweges die rund 300 Meter hohe Steilstufe. Auf ca. 1.100 m beginnt die lange Querung, die uns – teils auf Fußwegen, teils entlang von Fortstraßen – immer ausreichend markiert bzw. beschildert zum Barbarakreuz (1.058 m) geleitet. Beim Barbarakreuz (Wegweiser Richtung Vordernberg) geht´s vorerst steil hinunter zu einer Forststraße, die wir queren, ehe das markierte Steigerl bequem und sanft fallend, den Eselgraben querend, weiterführt. Ein paar Minuten nach dem Eselgraben, steigen wir entlang der Markierungen steil hinab zur Forststraße, um dieser nach links zu folgen. Rund 300 Meter später zweigt rechts unser Weg ab, durch ein unscheinbares Taferl mit der Aufschrift "Gründerweg" gekennzeichnet. Nach der Einmündung des Wanderweges in die Eisenstraße schreiten wir entlang der Straße ins Ortszentrum von Vordernberg, wo nicht nur das Gasthaus Schwarzer Adler und das Marktcafé zu einer verdienten Rast einladen, sondern auch die Busstation situiert ist.

 

Gehzeit, Höhenmeter, Weglänge

Gesamtgehzeit ca. 6,5 bis 7,5 Stunden, ca. 19 bis 20 km (je nach Anstiegsvariante), Anstieg: in Summe ca. 1.050 Hm. Abstieg: ca. 1.400 Hm.

Orientierung
Der Weg durchs Grübl sowie der Abstieg vom Reichenstein über den Reichhals, die Krumpalm sowie das Barbarakreuz sind durchwegs gut markiert. Die Alternativroute über die Plattenalm weist ausreichende Markierungsmarken auf.
ÖK Wanderkarte 1:50.000 Nr. 4215 Eisenerz
Freytag&Berndt Wanderkarte WK 041 Hochschwab – Veitschalpe – Eisenerz – Bruck an der Mur

Wegverlauf | PDF

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Informationen

Beste Jahreszeit
Juni bis Oktober

Anreise mit Bus & Bahn
ab Leoben Hauptbahnhof mit RegioBus-Linie 820
Anreise-IconHinfahrt | Rückfahrt

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