Jungfernsprung, Burgreste, Stadtblicke und schöne Waldwege.
Wanderroute
Von Gösting (380 m) bergwärts. Am Schlossplatz setzt der Ruinenweg steil an. Wer zwischendurch entspannen will, folgt dem Weingartenweg; er bildet eine erholsam begehbare Schleife. Insgesamt gewinnt man rasch so viele Höhenmeter, um alsbald über den Stadtrand weit hinaus zu sehen.
Jungfernsprung (538 m). Zur gleichnamigen Aussichtskanzel verbindet ein kurzer Weg. Der Begriff Jungfernsprung geht auf jene Sage zurück, derzufolge – um das Jahr 1260 – Anna von Gösting in den Tod sprang, nachdem ihr Geliebter im Zweikampf gefallen war. Der zu dieser wild-romantischen Felsenklippe führende Fußweg wurde in den Jahren 1932 und 1933 vom Göstinger Burgenverein angelegt.
In der Gegenwart beeindruckt der Jungfernsprung angesichts des Pulsschlages der Moderne: Im Talboden branden Verkehrsströme.
Burgruine Gösting (574 m), derzeit nicht zugänglich! Die Anlage steht insgesamt wehrhaft da, wenngleich um das Jahr 1843 in den Unterbau der Südbahntrasse – aus Billigkeitsgründen – etliches Burg-Mauerwerk eingearbeitet wurde. Die Bahntrasse führt am Fuß der Burgruine Gösting und des Jungfernsprungs entlang.
Plankenwarther Höhenweg – Thaler Sattel (670 m). Dieser mit der Nummer 563 bezeichnete Höhenweg verbindet den Schlossplatz im Stadtbezirk Gösting mit dem Schloss Plankenwarth im Landbezirk Graz-Umgebung. Die östliche Teilstrecke des Höhenweges verläuft parallel zur Wegnummer 1 und leitet von der Burgruine halbwegs eben zum St.-Annen-Bründl (580 m). Ab hier schlängelt sich der Höhenweg als Steig durch ein Waldstück. Anschließend, aus der Kurve auf dem Steinkogel, folgt man einem Forstweg zum Steinkogelsattel (hier zweigt der Weg 1 ab) und dem anschließenden Waldweg in den Thaler Sattel; Wegweiser. Derselbe Wegpunkt wird auch „Generalin“ genannt (siehe Profil). Hier verlassen wir den Plankenwarther Höhenweg.
Thaler Sattel – Kirche Maria Straßengel (454 m). Eine gelbe Pfeiltafel weist mit der Wegnummer 30 die Richtung: Ein deutlich ausgeprägter Fußweg leitet nordseitig durch übersichtliches Waldgelände talwärts. Beim Wohnobjekt Nr. 14 zweigt man rechts ab und folgt einem Wiesenpfad zur Straßengelstraße. An deren Kreuzung biegt man wiederum rechts ab. Ein Fußweg führt, leicht bergan, zu einer Strauchreihe. Anschließend, ab dem Parkplatz, folgen wir der zur Kirche führenden Straße; sie führt durch einen mit Fresken geschmückten Torbogen zum Kirchplatz. Fasziniert blicken wir auf zur Turmspitze der Wallfahrtskirche Maria Straßengel.
Zur S-Bahn-Station Judendorf-Straßengel (375 m). Vom zuvor erwähnten Torbogen zum Kreuzweg und auf diesem abwärts zur Kreuzung an der Grazer Straße; hier geradeaus: Durch die Bahnhofstraße zur S-Bahn-Station Judendorf-Straßengel.
Gehzeit, Höhenmeter, Weglänge
3:30 Std.; Anstieg 375 Hm, Abstieg 380 Hm; 9 km
Anreise mit Bus & Bahn
mit Stadtbussen 40, 65/65A bis Graz Gösting, dann geht´s steil bergan :-)
Hinfahrt