Die höchstgelegene Ruine der Steiermark.
Die Ruine Steinschloss lebt auf, getragen vom oben stehenden Wort aus Friedrich von Schillers Freiheitsepos Wilhem Tell. – Mauern, Gewölbe, Höfe und Verbindungswege sind derart gesichert, dass große Teile des Ruinen-Areals betreten werden dürfen. Entstanden war das Steinschloss aus einer mittelalterlichen Burg. Nachgenutzt wurde sie von den Lambrechter Stiftsherren und Mönchen. Doch die Zeiten änderten sich, und auch infolge Naturgewalten wandelte sich das Schloss in eine Ruine. Seit dem Jahr 2000 hält der Burgverein Steinschloss, gemeinsam mit Förderern, die Bausubstanzen instand.
Wo Steinschloss-Besucher am liebsten sich aufhalten? Fleißig genutzt wird die auf 6370 Quadratmetern Grundfläche zugelassene Bewegungsfreiheit: Die obere Hauptburg offeriert hervorragende Aussicht in einen großen Teil der Naturpark-Region Zirbitzkogel-Grebenzen (dieser besteht seit anno 1983), in südseitige Bereiche der Niederen Tauern und in die Furche des Oberen Murtales nahe Scheifling. Schau-Lustige vermögen nachzuvollziehen, dass Steinschloss-Wächter jede talnahe Bewegung genau mitverfolgen konnten.
Wanderroute
Bahnhof Mariahof – Krempl – Adendorf – Adelsberg. Ortskundige raten, die Wanderung folgend zu beginnen: Entlang des Straßenrandes, daher auf Naturboden, zur Eisenbahn-Überbrückung gehen und diese überqueren. Recht so! Denn ab der Weggabel Krempl leiten Wegweiser zu einem Feld und um dieses zur Imkerei Haller in Adendorf. Wenige Schritte weiter prangt Bewusstseinsbildung: "Des Bauern schwere Arbeit ist euer täglich Brot." Eine Straßenschleife verbindet zur anschließenden Siedlung.
Adelsberg – Gehöft Pirker – Steinschloss. Der oberhalb der Rastbank ansetzende, ebene Forstweg leitet zum Almtor am Rand eines Weidegrundes (Schleiferhalt). Nahe der Rastbank – unterhalb steht die Schleiferhalt-Hütte – wird das Steinschloss sichtbar. Unsere Strecke“leitet abwärts: zu einer Viehtränke, durch ein schief hängendes Zauntürl, dahinter zu einem Brunnen samt Rastbank. Fahrwege verbinden zum Bergbauernhof Eugen vulgo Pirker. Nahe daran, ab dem Wegtor, leitet eine Forststraße waldwärts. Ein dynamisches Symbol und der Name Steinschloss weisen in die richtige Richtung. Auf wortecht fundamentalem Fels steht das Steinschloss, konkret die Ruine: abgewittert, rissig. Dennoch trutzig, überlebenswillig aussehend. Um die Basis leitet ein Spazierweg; dieser mündet in das offene Tor an der westseitigen Mauer.
In der Ruine Steinschloss. Rund 430 Meter oberhalb von Teufenbach stehen – weithin sichtbar – die Reste der einst mit fünf Türmen bewehrten Burg. Die Vorburg (samt Ringmauer, Wehrgang), der Burghof (mit Brunnen, Katharinenkapelle, Zisterne) sowie Kanonen-Rondelle und gotische Gewölbe zeugen von den Ausmaßen der überwiegend aus dem Mittelalter stammenden Anlage. Eine gepflasterte Rampe unterquert den Palas; ab hier erreicht man den ...
Rastplatz Steinschloss-Hütte. Eine Schießscharte sichert, symbolisch, das Objekt von anno 1428. Derart geschützt, hält manch ein Rasten lang und länger an, bevorzugt an den vor der Hütte situierten Tischen und Bänken. Rundum breitet sich Almfrieden. Die taube Schießscharte ist stumme Zeugin.
Abstieg nach Schrattenberg und Scheifling. Die Wegnummer 141 leitet durch Waldgelände. Darinnen sprudelt u. a. eine Mineralwasser-Quelle. Der Waldsteig enthält "Spuren-Elemente" eines Naturlehrpfades. Dieser endet an der Marienkapelle in Schrattenberg. Die weiterführende Straße unterquert die zweigleisige Eisenbahnstrecke (km-Marke 267,194) und verbindet vom Tennisplatz zur Tischlerei Wagner. Nahe davon ist die Friesacher Straße zu überqueren. Zur rechten Hand steht der Kalvarienberg (800 m); er ist uns einen Abstecher wert (20 Min.). Schlussendlich: Teils entlang alter Kastanienbäume gehen wir, leicht bergan, zum nahen Bahnhof Scheifling.
Gehzeit, Höhenmeter, Weglänge
3:30 Std.; Anstieg 415 Hm, Abstieg 510 Hm; 12,4 km
Informationen
Beste Jahreszeit
ganzjährig begehbar; Hüttenbetrieb von Mai bis Anfang November; Führungen nach Vereinbarung
Kontakt
Burgverein Steinschloss
8812 Mariahof
+43 664 9480134 (Werner Fest, Führungen) • +43 664 3922953 (Günter Sperl)
steinschloss.at
Anreise mit Bus & Bahn
mit IR-Zügen bis Bahnhof Mariahof-St. Lambrecht
Hinfahrt