Jetzt, da der Alpengarten wieder geöffnet ist, lohnt sich die Tour wieder.
Den Eingangsbereich ziert ein – zeitweise – mit Seerosen bedeckter Teich. Vor dem Alpengartenhaus, linker Hand, leuchten Alpenblumen, vorzugsweise im Mai und Juni. Im Nahbereich der Trockenwiese schlängelt sich ein Nistkasten- und Gehölz-Lehrpfad. Sonnenreiche und schattige Rastplätze liegen inmitten einer Flora alpiner, feuchter und trockener Lebensräume: Der 32.000 Quadratmeter große Alpengarten auf der Rannach ist ein "Schaufenster" für Pflanzen der steirischen Gebirgsregionen, zusätzlich von Lebensräumen in der Hügel- und Bergstufe.
Den ersten Geländekauf initiierte, im Jahr 1954, der Mentor dieses Alpengartens, Schuldirektor Josef Ebner.
Anno 1973 erwarb das Land Steiermark den Alpengarten, 1979 nahm sich die "Joanneumsbotanik" des Alpengartens an; dessen Werden und Sein ähnelt einer Achterbahn. Aktuell betreut eine Interessensgemeinschaft den Alpengarten Rannach.
Wanderroute
Ab der Bushaltestelle Sankt Gotthard (375 m) stadtauswärts. Wir spazieren, unterhalb des Schlosses St. Veit, entlang des Gehsteiges zum Falkenweg. Eine gelbe Pfeiltafel weist zum Kanzelkogel. Dieser Richtung folgen wir, durch Waldgelände, bis zu jener Weggabel am quer verlaufenden Fahrweg (510 m). Hier hilft ein zusätzlicher Wegweiser uns weiter: Den Weg Nummer 5 erreichen wir im Bereich eines Schrankens. Nordwärts, durch Wald, leitet unser Weg abwärts, zum "Bogenhof" (460 m). Wenig unterhalb halten wir uns an den, linker Hand, weiterführenden Fahrweg. Wir überqueren den Pailbach (420 m) und erreichen eine Straße, an ihr steht ein Wegweiser.
Aus dem Pailgraben bergauf. Die Asphaltstraße leitet in den Weiler Pail (484 m). Nun halten wir uns an die Wegnummer 1a, gehen die Straße bergan. Großflächige Wiesen gewähren weiträumigen Überblick auf den üppigen Grüngürtel, der die Stadt Graz samt deren Umgebung verbindet. Ab dem reich geschmückten Objekt Pail 23 (hier endet der Asphalt) und nach einem kurzen Stück Fahrweges erreicht man wieder Waldgelände. Schließlich mündet der Wanderweg 1a in den Weg Nr. 1; ein paar Minuten Gehzeit später stehen wir vor dem ...
Alpengarten Rannach (640 m). Das Bild ist vertraut: Ein spitz-giebeliges Holzhaus überragt den Teich. Wasser ist in diesem Gebiet rar, um so mehr Stimmung bringt das Feuchtbiotop ein. Am Alpengarten dürfen wir beliebig lang uns aufhalten: schlendern um den Teich, schnuppern an Blüten, lassen uns von jener Gelassenheit umfangen, wie vom Alpengarten abgestrahlt. Zugleich darf so viel innere, kreative Unruhe keimen, wie man sie in einer neuen, sympathischen Umgebung verspürt.
Der Wissensdurst ist groß, oft größer ist der Durst in der Kehle. Wir löschen allen Durst. Auf der Jausenstation-Terrasse lassen sich (innere) Einkehr und (äußerlicher) Genuss gut verbinden. Wir fühlen, dies ist die beste Zeit für tiefes Durchatmen, zugleich für weit reichende, weil gar untersteirische Zusatz-Informationen: "Ah, dort steht der Donatiberg ..."
Wir spazieren in bewusst gemütlicher Weise, schlendern entlang der Rannachstraße zur Kapelle am benachbarten Gehöft Paar. Unweit davon, konkret an der Kreuzung Alpenweg / Geierkogelweg, erreichen wir eine Weggabel. Die Wege Nr. 1 und 766 leiten, parallel zum Geierkogelweg und zu dessen angenehm begehbarer Trasse, zur ...
Weggabel am "Maxmörtlkreuz" (700 m). Nebenan breitet sich der Islandpferdehof Geierkogel. Wir folgen dem Sonnenweg, insgesamt jedoch dem "Rannach-Rundweg" (Wegnummer 766). Dieser leitet verlässlich zum ...
Huberwirt (420 m). Daran liegt die gleichnamige Bushaltestelle.
Gehzeit, Höhenmeter, Weglänge
3 Std.; Anstieg 430 Hm, Abstieg 365 Hm; 8,2 km
Wanderfolder | PDF
GPS-Track
Informationen
Öffnungszeiten
Do bis So ab 10:00 Uhr
Kontakt
Jausenstation Alpengarten Rannach
Rannachstraße 176
+43 316 693744
www.alpengartenrannach.at
Anreise mit Bus & Bahn
mit Stadtbus 53 bis Graz St. Gotthard
Hinfahrt