Günter und Luise und Auferbauer • Tourentipp Nr. 1066

Die Einladung gilt: Komm mit in Bus, Bahn und Bim, um innerhalb der Landeshauptstadt Graz sowie in deren Umgebung all die "vor der Haustür liegenden" Spazierwege, Ausflugsziele, Erlebnispunkte zu erreichen.


Von Andritz ausgehend bis Stattegg, Mariagrün, Mariatrost; von Messendorf bis Petersbergen, Lustbühel, Waltendorf, Ruckerlberg, St. Leonhard; aus dem Stiftingtal über die Ries in das Ragnitztal; von Gösting bis Eggenberg, Wetzelsdorf, Straßgang, Seiersberg oder Thal. Zusätzlich die Wanderwegnetze in Richtung Stattegg und St. Radegund, infolgedessen zu Rannach, Zösenberg, Hohenberg und, erst recht, zum Grazer Hausberg Nummer eins, dem Schöckl samt dem Stubenberghaus.
Derselbe Kulturraum und Naturraum ist reichhaltig gestaltet, und – wie vorteilhaft! – ganzjährig offen stehend.

Grazer Naherholungsraum

Straßenbahnen, Stadtbusse, Regionalbusse, S-Bahn-Züge sowie die Schloßbergbahn und die Schöcklseilbahn erschließen den Grazer Naherholungsraum. Zu dessen Erhalt hat die Sektion Graz in  den 1970er-Jahren einen erheblichen, ideellen Beitrag geleistet, konkret mit einer Petition an die Stadtverwaltung zwecks Erhalt des Grazer Naherholungsraumes. Auf Grund dieser Initiative gilt in etlichen Straßen und Gassen – "zu Erholungszwecken" – allgemeines Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen.

Seit dieser Urphase umweltbewussten Vordenkens, unterlegt von der Philosophie des Alpenvereins, blieb in der Landeshauptstadt Graz der Erholungswert in hohen Maßen erhalten. Rund zwei Drittel des insgesamt 127,5 Quadratkilometer großen Stadtgebietes sind grüne Flächen.
Adäquat hat sich das Transportsystem entwickelt, wahrnehmbar im "Steirischen Verkehrsverbund". Dessen verkehrsmittelübergreifendes System gewährleistet eine gleichermaßen ökologisch wie ökonomisch wertvolle Logistik. Das ÖV-Dreigespann "BusBahnBim" sichert ebenso ideellen Mehrwert: Einerseits grundsätzlich stressfreien Transport. Hinzu kommt Unabhängigkeit: Anfang und Ende jedes Spazierganges, jeder Wanderung – freilich auch (fast) jeder Bergtour – können so weit voneinander entfernt liegen, wie das im Verkehrsverbund integrierte "BusBahnBim"-Netz reicht.

Unter all jenen Städten innerhalb Österreichs, die zu Ausflügen in Stadtrand- und Umgebungsbereiche einladen, ragt die Landeshauptstadt Graz im wahren Sinne des Wortes hervor: mit dem Grazer Schloßberg; er überragt den Hauptplatz um 123 Meter. Der waldreiche, scheinbar immergrüne Grazer Naherholungsraum beginnt innerhalb der 17 Stadtbezirke. Eine hufeisenförmig verlaufende Hügelkette – freilich, von der Mur unterbrochen zwischen dem Jungfernsprung und der Kanzel – umgibt die Stadt mit einem Grüngürtel, wovon Bewohner ähnlich großer Städte träumen mögen.

Die "beste Zeit" währt ganzjährig

Alle "Spaziergänge in Graz und Umgebung mit Bus, Bahn, Bim" sind empfehlenswert. Die Strecken setzen sich zusammen aus Gassen, Straßen, Sträßchen wie ebenso aus markierten Wanderrouten, hinzu kommen verborgene Steige, nicht selten "persönliche Geheimtipps".
Das Frühjahr, der Sommer, der Herbst und der Winter sind jeweils "die beste Zeit für Spaziergänge mit Bus, Bahn oder Bim".
Wer die steirische Landeshauptstadt Graz und deren ebenso einladende Umgebung kennenlernen will, nutzt alle (!) Jahreszeiten, gern auch in umweltfreundlicher "Reise-Weise": Acht Straßenbahnlinien und rund 40 Buslinien erschließen das Grazer Stadtzentrum und verbinden dieses mit den Stadt-Außenbezirken.
Einige der Stadtbuslinien verkehren über die Stadtgrenze hinaus: beispielsweise Richtung Hart bei Graz, Seiersberg, Stattegg, Thal.

RegioBusse erschließen den außerhalb der Grazer Stadtgrenzen liegenden Naherholungsraum. Dessen Destinationen heißen u. a. Augraben (Kesselfall), Enzenbach, Friesach, Gratwein, Hörgas, Judendorf, Kreuzberg, Peggau (Lurgrotte), Plankenwarth, Rein (Stift), Rinnegg, Semriach, Stübing (Freilichtmuseum), Straßengel, Weinitzen und natürlich St. Radegund bei Graz.

Weiträumiger Erlebnisbereich

Der Erholungsraum der Stadt Graz weitet sich radial; entsprechend vielfältig ist der Erholungsraum-Inhalt. Auf Spaziergänge entlang der Mur folgen Bewegungsformen individuell angewandter Art: Stufensteigen entlang der Jakobsleiter am Reinerkogel. Dahinschlendern am Rosenberg und auf Wegen an der Platte. Naturnahes Erleben in der Rettenbachklamm, im Leechwald und im Anblick der Riesenbäume am Messendorfberg. Halbtagswandern entlang der Stadtgrenze, beispielsweise vom Fürstenstand auf dem Plabutsch über den Mühlberg, Gaisberg, Kollerberg, Ölberg und Buchkogel zum Florianiberg. – Boot fahren auf dem Hilmteich und Thalersee. Hinzu kommt Neugier weckendes In-die-Ferne-Sehen: das eine Mal von der Plattform Schau West, das andere Mal von Stephanienwarte, Rudolfswarte, zusätzlich von der Plattform an der Johann-und-Paul-Kirche sowie vom Fürstenstand, Ruckerlberg, Zösenberg und – erraten! – vom Plateau auf dem Schöckl.

Ein jedes hinzu gewonnene Natur-Kultur-Erlebnis verstärkt jeden persönlichen Bezug zum Grazer Naherholungsraum, folglich erhöht sich dessen innerer Wert.
Wer aus den "Spaziergängen in Graz und Umgebung" den damit verbundenen Heimvorteil wahrnehmen lernt, beschenkt sich in nachhaltiger Weise: Mit jedem Schritt und mit jedem Höhenmeter aus dem Alltag herausgehoben.


Infos

Stadt Graz: "Grazer Spaziergänge mit Bus, Bahn, Bim"; mit GPS-Daten; www.graz.at/naherholung
ServiceCenter der Verbund Linie: "Bahnhof in der City", Graz, Jakoministraße 1. Alle Informationen zu Bus, Bahn, Bim; Auskünfte, Beratung, Buchungen, Fahrkartenverkauf
+43 (0)50 678910; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
BusBahnBim-Auskunft (auch als App): www.verbundlinie.at

Orientierung

"Spaziergänge in Graz und Umgebung mit Bus, Bahn, Bim"; mit Bildern und Karten; www.kral-verlag.at


Abkürzungen: Mo = Montag, Di = Dienstag, Mi = Mittwoch, Do = Donnerstag, Fr = Freitag, Sa = Samstag, SoFei = Sonn- und Feiertag
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