Wanderung durch die Weizklamm und über den Patschaberg nach Weiz.
Wanderroute
Unsere Wanderung beginnt bei der Bushaltestelle Felsenkeller (ehemaliges, bereits abgerissenes Gasthaus) vor der Weizklamm. Ein paar Meter weiter nördlich zweigt die Straße nach Gössental ab, dort sehen wir auch die große Hinweistafel "Jägersteig", welcher genau davor beginnt. Kurz nach dessen erstem Steilstück geht es bald etwas bequemer – anfangs auch entlang von Steinschlagzäunen – weiter, um nach 15 Minuten die erste Höhle und gleich darauf einen Sattel mit einem markanten Felskopf (Wegweiser "Herdplatte" und "Rablgrat") zu erreichen (großartiger Blick über die Weizklamm). Kurz müssen wir danach absteigen, gut versichert geht es weiter zum nächsten Aussichtspunkt über der Weizklamm. Etwas später stehen wir vor der nächsten Höhle, dem so genannten Wagenhüttentorbogen, durch den auch unsere Wanderroute führt. Nach rund einer dreiviertel Stunde Gehzeit gelangen wir zum höchsten Punkt des Jägersteiges (großer Steinmann, Wegweiser zum Rablgrat); dort wenden wir uns nach rechts und folgen dem Steig, der anfangs noch markiert ist (Nr. 20a). Diese Markierungen führen bis zum Rablloch, unser Weiterweg zweigt jedoch ca. fünf Minuten vorher bei einer gut erkennbaren Wegkreuzung beim Rablgrat-Wandfuß nach rechts ab und führt um den Grat herum, um dort gleich steil bergan zu steigen. Die erste kleine Plattform lassen wir links liegen, bei der zweiten Plattform führt unser Weiterweg kurz eben nach rechts, dann geht es wieder steil bergauf zu einem markanten Felsen mit Überhang, dem so genannten "Mittelrissfelsen". Über harmlose Schrofen (Seil!) kraxeln wir weiter bergan; ein Steigerl, das eben nach rechts führt, ignorieren wir und steigen immer bergan (unterwegs noch zwei weitere Seilsicherungen). Allmählich wird das Gelände weniger steil und wir erreichen über eine Wiese den Grat, wo instruktive Blicke ins Passailer Becken und zu den Bergen des Grazer Berglandes zu einer Verschnaufpause einladen. Dort sehen wir auch unser nächstes Ziel, das felsige, so genannte Gamsköpfl, das wir einfach, der Schneid folgend (vorerst weglos bzw. nur Steigspuren, spätestens ab dem geschlossenen Wald ein deutlicher Fußweg), erreichen.
Auf dieser Felskanzel stoßen wir zum markierten Weg Nr. 763a (womit wir auch den "alpinen" Teil unserer Wanderung hinter uns haben) und werden zudem mit einem umfassenden Panorama belohnt. Entlang des markierten Wegs erreichen wir über einen kleinen Gipfel in wenigen Minuten den Patschasattel mit Wegkreuz und Rastplatz (1022 m, in den Karten "Am Sattel" genannt); nur kurz folgen wir geradeaus weiter dem Güterweg, dann weisen uns bei einem weiteren Wegkreuz die Wegweiser nach rechts Richtung Patschaberg (und Gschaid). Wenig später mündet unsere Forststraße in den markierten Weg Nr. 745, wo wir uns scharf nach links wenden (Wegweiser "Patscha), um entlang der Markierungen auf den Patschaberg, 1271 m, zu wandern (Gipfelwiese, Gipfelkreuz). Für den Weiterweg gehen wir vorerst den Aufstiegsweg bis zur Kreuzung Richtung Patschasattel zurück (aufgrund der Kahlschläge offerieren sich dabei bei klarem Wetter Fernblicke bis zum Zirbitzkogel, den Seckauer Tauern und zum Reiting), wo wir geradeaus weiterschreiten und über die Forststraße die Vogelhütte (1024 m) erreichen. Kurz folgen wir der asphaltierten Straße bis zur Kehre (rechter Hand instruktive Blicke zum Schöckl) und ab dort, geradeaus weiter, der Forststraße (Wegweiser Richtung Weiz). Ein paar Minuten später können wir uns entscheiden, ob wir über Naas (rechts) oder über Landscha (geradeaus auf der Forststraße bleibend) nach Weiz wandern. Erstere Variante ist etwas kürzer, zweitere etwas abwechslungsreicher.
Für die zweite Variante (die hier beschrieben wird) marschieren wir entlang der Forststraße fast eben bis zum Waldhansl und dann sanft fallend bis zu einer Rechtskurve. In dieser verlässt unser Wanderweg die Straße und führt – immer gut markiert – durch großteils ansprechende Mischwälder zu einem Sattel mit einem Wegkreuz und ab dort, etwas ansteigend, auf den bewaldeten Gipfel des Buchwalds (792 m). Danach mündet der Wanderweg in einen Forstweg, der uns in einem weiten Bogen hinab zum Weiler Eben geleitet. Ab dort vertrauen wir uns der Landschastraße an, über die wir, die hübschen Blicke zum nahen Hohen Zetz und zum Raasberg würdigend, die Ortschaft Landscha erreichen. Nachdem wir das kleine Dorf durchschritten haben, sehen wir nach dem Gasthaus Hofer unser Ziel vor uns, die oststeirische Metropole Weiz, und es geht entlang des Hochwegs und in weiterer Folge des Herbstweges steil hinab nach Weiz. Über die Goethestraße ist in wenigen Minuten die Hauptstraße (Dr.-Karl-Widdmann-Straße) erreicht, wo wir rechter Hand unser Ziel sehen, die neue Bahnhaltestelle Weiz Nord.
Gehzeit, Höhenmeter, Weglänge
ca. 5 Stunden; Anstieg: ca. 700 hm., Abstieg: ca. 800 hm; ca. 17 km
Informationen
Beste Jahreszeit
April bis November
Anreise mit Bus & Bahn
mit S-Bahn S31 bis Weiz; weiter mit RegioBus-Linie 206 (Mo bis Fr) bis Haltestelle Naas Felsenkeller
Hinfahrt • Rückfahrt