Geheimtipp 47: Polster

Geheimtipp 47: Polster

Polster – Leobner Hütte – Lamingalm – Grüner See.

 

 

Der Einser-Sessellift auf dem Polster zählt zu den ältesten Bergbahnen nicht nur der Steiermark, sondern des ganzen Ostalpenraums. Dass der Lift wieder in Betrieb ist, grenzt an ein kleines Wunder und ist auch den Spenden zahlreicher Privatpersonen und Institutionen zu verdanken. Wir wollen dieses technische Denkmal der besonderen Art für eine gemütliche Bergwanderung im westlichen Hochschwab-Gebiet nutzen, indem wir vom aussichtsreichen Polster über die gemütliche Leobner Hütte zu einer weiteren besonderen steirischen Attraktion wandern, zum Grünen See bei Tragöß.

Die Anreise erfolgt mit der RegioBus-Linie 820 von Leoben bis zur Haltestelle Präbichl Passhöhe, von wo wir in wenigen Gehminuten zur Talstation des Polster-Liftes gelangen. Endpunkt der Wanderung ist die Busstation Tragöß-Oberort Grüner See der Buslinie 175, die uns nach Bruck an der Mur bringt.

 

Tourbeschreibung

Von der Bushaltestelle Präbichl Passhöhe gehen wir ein paar Schritte zurück und folgen dann dem Erzwanderweg (Wegweiser), um kurz darauf die Talstation des Einser-Sessellifts zu erreichen. Nachdem wir die knapp 600 Höhenmeter in ca. 12 Minuten hinaufgeschwebt sind und uns am phantastischen Panorama (vor allem Erzberg, Eisenerzer Alpen und Gesäuseberge) satt gesehen haben, starten wir bei der Bergstation unsere Bergwanderung. Vorerst geht´s an der Polsterschutzhütte vorbei und wir folgen dem guten Wanderweg hinauf zur Schneid (Bankerl), von wo sich auch die Aussicht zu den Hochschwabbergen auftut (vor allem die markante Griesmauer sticht ins Auge). In wenigen Minuten steigen wir nun über harmlose Schrofen auf den felsigen Gipfel des Polsters (Gipfelkreuz), wo wir das umfassende Panorama würdigen können (nun auch mit dem Blick nach Süden zur Glein- und Stubalm). 

Unser Weiterweg führt entlang des Nordostkamms hinab in den Hirscheggsattel mit dem markanten Masten der 110-kV-Starkstromleitung. Unterwegs weist die Färbung des Gesteins auf den Erzreichtum hin: Der Polster, obwohl geographisch in der Hochschwabgruppe gelegen, ist aus geologischer Sicht Teil der Grauwackenzone. Im Hirscheggsattel wenden wir uns scharf nach rechts und erreichen in wenigen Minuten die urige und gemütliche Leobner Hütte, um uns ein wenig zu stärken. Danach schreiten wir kurz entlang des Hüttenweges bis in den Graben unterm Hirscheggsattel, dort (Wegweiser) zweigt der Steig ab, über den wir den Lamingsattel (1677 Meter) erreichen (Weg Nr. 872). Ein guter Wanderweg (Wegweiser "Pfarreralm – Anschluss 832") bringt uns auf der anderen Seite des Sattels hinab ins Kar, dann geht es vorerst durch einen Lärchenbestand und dann durch den sogenannten Gropperwald zur reizenden Lamingalm, wo nicht nur der "gut sortierte" Brunntrog zu einer Rast einlädt. 

Nach der Lamingalm heißt es ein wenig auf die Markierungen zu achten. Wenn wir richtig eingefädelt sind, wandern wir über einen gemütlichen Wanderweg zur Jagdhütte auf 1081 Meter. Danach schreiten wir kurz entlang der Forststraße, folgen dann wieder einem Fußweg (rechts unter uns hören wir die Laming rauschen), der knapp vor dem Talboden wieder in die Forststraße einmündet. Etwas später, bei der Forststraßenkreuzung und einem kleinen Fußballplatz, wenden wir uns nach rechts und gelangen, am Ferienheim Niklasdorf vorbeigehend, zur Jassing-Straße. Dieser Straße folgen wir talauswärts bis zur ehemaligen Pfarrerlacke, von wo ein Forstweg über das Bergsturzgelände hinüber in Richtung Grüner See führt (Wegweiser nach Tragöß). Kurz vor diesem erreichen wir wieder die Jassing-Straße und gleich darauf den Grünen See. Neben dem See können wir uns im Seehof stärken, ehe wir das letzte kurze Stück unsere Wanderung auf uns nehmen. Es zahlt sich aus, den kleinen Umweg über den reizenden Kreuzteich zu nehmen, ehe wir, an den Parkplätzen vorbeischreitend, den Endpunkt unserer Wanderung, die Bushaltestelle Grüner See erreichen (daneben gibt´s mit dem "Hoamat-Kaffee" eine weitere Einkehrmöglichkeit).
 

 

Informationen

Gehzeiten, Weglänge, Höhenmeter
Gesamtgehzeit ca. 3,5 Stunden; ca. 12 km; Anstieg: ca. 250 hm, Abstieg: ca. 1200 hm
 

Orientierung
Alpenvereinskarte 18 Hochschwabgruppe 1:50000
Freytag&Berndt WK 5041 Hochschwab – Aflenz – Wildalpen – Salzatal, 1:35.000
Freytag&Berndt WK 041 Hochschwab – Veitschalpe – Eisenerz – Bruck an der Mur, 1:50.000
Kompass Wanderkarte 1:50000 Blatt 212 Hochschwab, Mariazell, Eisenwurzen
Karten-Apps: mapy.com (gratis), Austrian Map (gratis), bergfex Touren (tw. kostenpflichtig)

Download-IconWegverlauf (© Dieter Fleck) | PDF

Beste Jahreszeit
Juni bis Oktober

Einkehrmöglichkeiten
HomepagePolsterschutzhaus Die Polsterei
Home-IconLeobnerhütte
Home-IconSeehof
Home-IconHoamat Kaffee

Tipps & Hinweise
Der Präbichl (und auf der Hochschwabseite die Bergstation des Einser-Sessellifts) ist ein besonders leicht erreichbarer und zentraler Ausgangspunkt für zahlreiche Öffi-Wanderungen. Siehe auch die Wandertipps 81 Vordernberger Erzwanderweg und 82 Über den Reichenstein. Auch mein früherer Geheimtipp Nr. 11 hat den Präbichl als Ausgangspunkt: Überschreitung Trenchtling 

Der Grüne See wurde im Jahr 2014 zum schönsten Platz Österreichs gewählt und ist seitdem ein besonders beliebtes Ausflugsziel. Aber Tragöß-Oberort weist auch andere Attraktionen auf, für die sich ein Besuch dieses reizenden Bergdorfs auszahlt: Neben der großartigen Lage im Talschluss der Laming (mit der spektakulären Kulisse Meßnerin – Pribitz – Trenchtling) sind z. B. der Kreuzteich (in diesem Wandertipp berücksichtigt), die Marienklamm oder das schöne und kulturhistorisch bemerkenswerte Ensemble der Pfarrkirche Hl. Magdalena (Wehrkirche, Pfarrhof, Antoniuskapelle) erwähnenswert.
HomepageTragöß-Grüner See
Link-IconGeschichte des Polster-Sesselliftes

 

Anreise

ServiceCenter der Verbund Linie
Graz, Jakoministraße 1. Alle Informationen zu Bus, Bahn, Bim; Auskünfte, Beratung, Buchungen, Fahrkartenverkauf
Telefon-Icon+43 50 678910
Mail-IconDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Anreise
mit Zügen bis Leoben Hauptbahnhof; weiter mit RegioBus-Linie 820 bis Präbichl Passhöhe
Anreise-IconBusBahnBim (Routenplaner)

Top