Geheimtipp Stubalm

Geheimtipp Stubalm

Gaberl – Wölkerkogel – Kemetberg – Maria Lankowitz.

 

 

"Im weststeirischen Urgebirge, das wir Grazer gerne unsere steirischen Westalpen nennen, zog von Maria Lankowitz über den Kemetberg ein einladender Weg, heute Straße, zu den Höhen der Stubalpe. Man nannte ihn den Sommerlangen Zaun. Wer ihm den poetisch klingenden Namen gegeben hat, weiß ich nicht. War’s ein schwärmerischer Bergwanderer ...?" So beginnt das Kernkapitel des Buches "Sanfte Kuppen – Schroffe Berge" von Liselotte Buchenauer, längst vergriffen, aber noch immer lesenswert. Das Wanderziel am Sommerlangen Zaun scheint inzwischen weitgehend vergessen, allerdings besteht zwischen dem Alten Almhaus und Maria Lankowitz der markierte "Erzherzog-Johann-Weg" (Nr. 546), von dem immer wieder "weit ausgedehnte Almen, Bergzüge mit edlen, einfachen Linien" zu erkennen sind. 

Dieser Wandertipp führt vom Gaberl, dem einst bedeutenden Übergang zwischen Mittel- und Obersteiermark (Endstation der Regio-Buslinie 726) zum Alten Almhaus, einem bekannten Ausflugsziel der Stubalm. Nach dem Besuch der beiden benachbarten Gipfel Brandkogel und Wölkerkogel verlassen wir die "Hohen Almen" und schreiten entlang des einsamen Sommerlangen Zauns hinab zum Gasthaus Wiendl und weiter nach Maria Lankowitz. Dort, bei der Haltestelle Maria Lankowitz Ort der Regio-Buslinie 704, oder beim nahen Bahnhof Köflach (S7) endet unsere Wanderung.

 

Tourbeschreibung

Wie erwähnt beginnen wir mit unserer Wanderung auf der Passhöhe des Gaberls mit dem Gaberlhaus, bei dem das große Edelweiß an seine Zeit als Alpenvereinsheim erinnert. Am Ende des Parkplatzes fädeln wir auf der rechten, obersteirischen Seite in den markierten Weg zum Alten Almhaus ein. Vorerst leicht bergab, dann weitgehend eben schreiten wir unter den fünf Windrädern des Gaberlwindparks dahin, bis ein Wegweiser links hinauf auf unserem Weiterweg hinweist (unterwegs Bankerl mit Blicken zum Rappoldkogel). Nach der Querung der Straße und guten 50 Höhenmetern stehen wir vor dem Parkplatz des Alten Almhauses. Dort bietet es sich jedenfalls an, die beiden nahen Gipfel zu besuchen: einerseits den 1.706 m hohen Wölkerkogel mit der weithin sichtbaren Marienstatue, andererseits den 1.648 m hohen, kecken Brandkogel, am großen Kreuz erkennbar. Auf beiden Gipfeln weisen Kalkfelsen auf das Marmorvorkommen in diesem Teil der Stubalm hin.

Nach der Stärkung im Alten Almhaus starten wir mit dem langen Abstieg ins Tal: Vorerst geht es unter dem Brandkogel und am Soldatenhaus vorbei. Hinter dem letzten Gebäude unterm Soldatenhaus verliert sich erstmals unser Wanderweg; wir folgen einfach dem Zaun in den Wald, und kurz darauf tauchen wieder Wegzeichen auf. Wenig später mündet unser Weg in die Straße, der wir ein paar Minuten folgen. Der markierte Weg zweigt dann links ab (Rad-Wegweiser; im Wald befindet sich ein schöner Felsofen) und führt zum Höhenrücken, um diesem bis vorm Gipfel des Bundschuh zu folgen. Zuvor verlässt uns bei einer Wegkreuzung der Radweg. Im flachen Sattel verliert sich der Steig ein weiteres Mal; mit Hilfe der Wege-Apps lassen sich die Markierungen (schräg rechts halten!) und damit unser Weg finden, der dann in eine Forststraße einmündet. Bald erreichten wir eine aussichtsreiche Weidefläche (mit Abort und Rastplatz).

Ab der benachbarten Kehre bieten sich zwei Möglichkeiten für den Weiterweg an: Der markierte Weg ist schon hier – nach der Kehre – und im darauffolgenden Abschnitt über die Judöden bis zum Engelbauer selbst mit Karten-Apps nicht ganz leicht zu finden und teilweise verwachsen, insbesondere unter den Judöden. Als Alternative können wir von der Kehre entlang des Weges hinab zur Straße gehen und entlang dieser gut drei Kilometer am Hochbundschuh vorbei zum Engelbauer (Wegweiser) marschieren. 

Ab dort ist der markierte Wanderweg wieder etwas leichter zu finden: Wir schreiten über Wiesen und Weiden sowie durch Wald hinab zum ehemaligen Hirschenwirt. Nach der Stöcklkapelle verlassen wir erneut die Straße: Es geht linkerhand hinab zu einem Gehöft und von dort, rechts haltend, zu ein paar Einfamilienhäusern. Wenig später stehen wir vor dem Gasthof Wiendl –  unterwegs genießen wir schöne Blicke zur Kirche St. Johann am Kirchberg.

Nach der verdienten Rast marschieren wir wieder der Straße entlang durch schöne Kulturlandschaften unterm Franziskanerkogel vorbei bis zur Straßenkreuzung mit der Kleinschiemelstraße. Gleich neben dem versteckten Bildstock beginnt dort, links abzweigend, ein schöner Waldweg, der uns direkt zum Friedhof und zur Kirche von Maria Lankowitz bringt. In der Hauptstraße befindet sich die Haltestelle Maria Lankowitz Ort; den Bahnhof Köflach erreichen wir über Lankowitzerstraße und Gaberl Straße.

 

Informationen

Gehzeiten, Weglänge, Höhenmeter
Gesamtgehzeit Gaberl – Maria Lankowitz ca. 4 Stunden, der Wölkerkogel benötigt zusätzliche 15 Minuten, der Brandkogel ca. 40 Minuten, für Maria Lankowitz – Köflach sind weitere 15 Minuten zu kalkulieren.
16 km (bis Maria Lankowitz), 17 km (bis Köflach); Anstieg ca. 200 hm, Abstieg ca. 1300 hm

Orientierung
ÖK Wanderkarte 1:50.000 Nr. 4228 Voitsberg
Freytag&Berndt Wanderkarte 1:50.000 WK 132 Gleinalpe – Lipizzanerheimat – Leoben – Voitsberg
Karten-Apps: Austrian Map (gratis), mapy.cz (gratis), bergfex Touren (tw. kostenpflichtig) 

Download-IconWegverlauf (© Dieter Fleck) | PDF

Beste Jahreszeit
Mai bis November

Einkehrmöglichkeiten
HomepageGaberlhaus
Home-IconAltes Almhaus
Home-IconGasthof Wiendl
HomepageGasthaus Thöny
Home-IconTrattoria Tzia Maria
Home-IconZur alten Schmiede

Tipps & Hinweise
Ab 2026 wird der Windpark Stubalm errichtet. Unsere Wanderung ist von den Bautätigkeiten nicht unmittelbar betroffen. Baustellen-Touristinnen und Touristen und in weiterer Folge Windrad-Freunde werden mit dem Panorama vor allem vom Wölkerkogel eine Freude haben.

Die Stubalm war bereits seit der Römerzeit ein wichtiger Übergang zwischen den Gebieten der Mittel- und der Obersteiermark. Die noch heute bestehenden Gasthäuser Altes Almhaus und Gaberlhaus sowie deren Geschichte weisen darauf hin.
Link-IconAltes Almhaus (Wikipedia)
Link-IconGaberl (Wikipedia)

 

Anreise

ServiceCenter der Verbund Linie
Graz, Jakoministraße 1. Alle Informationen zu Bus, Bahn, Bim; Auskünfte, Beratung, Buchungen, Fahrkartenverkauf
Telefon-Icon+43 50 678910
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Anreise
mit Zügen S7 bis Köflach; weiter mit RegioBus 726 bis Gaberlhaus
Anreise-IconBusBahnBim (Routenplaner)

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