Am westlichen Rande des breiten Kainachtales verbirgt sich ungefähr in Höhe der Siedlung Weinzettl ein unerwartet großflächiges Feuchtbiotop. Wer zum ersten Mal dieses Gelände durchstreift, wird so manche Zusatzschleife ziehen. Teils bewusst, eher ungewollt – Orientierungshilfen sind relativ spärlich wahrnehmbar. Verwinkelte Pfade verbinden untereinander, jedenfalls mit den unterschiedlich dimensionierten Teichen. An deren Uferbereichen darf man grundsätzlich sich frei bewegen. Dennoch. Weder Fischer noch deren schwimmende Freunde wollen gestört werden.
Wanderroute
Ab dem Bahnhof Lannach (340 m) auf Spurensuche. Ein Gehsteig leitet nordwärts zur Eisenbahnkreuzung (EK-km 4,088). Man quert die Gleisanlage. Sogleich fügen sich ein paar Tipps wie von selber ein: das am Rathauseck situierte Restaurant, das Rathaus selbst samt dem Rathausplatz – lauter Merkmale, auf die wir gerne zurückkommen werden. Ein von der Landesstraße "leicht abgehobener" Gehsteig verbindet über eine Kuppe. Wir nehmen das Schloss, die Kirche und die Steinhalle wahr, ebenso weiten Raum im Kainachtal. Am Kaufhaus Billa biegen wir in den Fischerweg ab. Kurz nach dem Wirtschaftshof und der TKV weist eine Tafel zum ...
Teichpark Lannach (330 m). Dessen Inhalt ist vielfältig, artenreich sowie an Ort und Stelle informativ beschrieben. Der Ursprung des Areals liegt gut einhundert Jahre zurück: Damals wurden für die Lannacher Ziegelbrennerei zahlreiche Lehmgruben ausgehoben. Nach dem Einstellen des Ziegelwerkbetriebes füllten sich die Lehmgruben allmählich mit Wasser. Daraus entstanden insgesamt 19 Teiche – werbewirksam zusammengefasst im Begriff "Teichpark Lannach". Dieser wurde im Jahr 1987 unter Naturschutz gestellt. Erlebnispfade erschließen das verhältnismäßig großräumig sich erstreckende Feuchtraum-Biotop: der Hauptpfad, der Dammweg, der Nistkastenpfad, der Waldlehrpfad sowie der Laubfrosch-, Dschungel-, Teich- und Naturschutzpfad.
Dort, wo aus der Eisteichstraße ein Stichweg in den Teichpark mündet, ist ein Rastplatz angelegt. In dessen Umgebungsbereich stehen zwei Reihen mit insgesamt 51 Jungbäumen. Jeder dieser Bäume – darunter eine Korea-Tanne, Colorado-Tanne, Serbische Fichte, Schlangenhaut-Kiefer, Kahle Felsenbirne, Weymouth-Kiefer sowie ein Ginkgo-Baum – verdankt sein Leben einer Patenschaft. Am selben Rastplatz sind die Bänke im Halbrund angeordnet, so dass Gruppen wie auch Schulklassen unter freiem Himmel – konkret in einer "Freiluft-Klasse" – kommunizieren können. Den Teichpark durchquert man im Uhrzeigersinn: Vom Rastplatz leitet der Hauptweg zum Eisschützenteich und von diesem, am Rand der Storchenwiese, zu anrainenden Teichen.
Großer Fischteich – Weinzettlberg (370 m). Das allgemein zugängliche Areal des Teichparks verlässt man beim "Großen Fischteich". Ein Fahrweg verbindet zu einem Wegkreuz (330 m), die bergwärts führende Teichstraße leitet zum Haus Nr. 32 und der anschließende Fußweg zum Haus Nr. 28 am Weinzettlberg. Der ausgesprochen schöne Höhenrücken gleichen Namens öffnet weitreichenden Überblick, vor allem auf das Kainachtal, zusätzlich auch in das Grazer Bergland. Die südwärts verlaufende Höhenstraße verbindet entlang des Weinzettlberges zum ...
Rastplatz am Muttendorfberg (400 m). Ab hier, und kurz nach dem gleichnamigen Ortsende, leitet die Burgstaller Straße (vorbei am Burgstaller Hof, 406 m) – zu einem Waldrand. Markierungen mit den staatstragenden Farben Frankreichs leiten durch einen Hohlweg zu einer Gabelung: Geradeaus weiter; der blau-weiß-rot markierte Steig für den Weg 2 leitet an einem südwest-seitigen Waldrücken verlässlich abwärts in das ...
Oisnitztal (325 m). Diesseits oder jenseits der Wieserbahn entlang. Zum Greifen nahe liegt die S-Bahn-Station Oisnitz-St. Josef (EK-km 7,622), nahe daran erreicht man das Gasthaus Hitty-Hösele. Noch muss die Wanderung nicht zu Ende sein. Ein profunder Tipp zu anschließenden Ausflügen sind die ...
Theaterwege St. Josef. Diese sind einheitlich beschildert, um so einfacher wie verlässlich nachvollziehbar. In anschaulicher Weise informieren die Übersichtstafeln – an der S-Bahn-Station und am Gasthaus Hitty-Hösele – zum Streckennetz der Theaterwege.
Gehzeit, Höhenmeter, Weglänge
2 bis 3 Std. Weglänge: 6 km
Orientierung
Freytag & Berndt Wanderkarte 411; ÖK Blatt 190; Folder "Teichpark Lannach", "Waldlehrpfad" und "Wanderwege St. Josef" (jeweils im Gemeindeamt)
Informationen
Beste Jahreszeit
ganzjährig möglich
Kontakt
Marktgemeindeamt Lannach
Hauptplatz 1
8502 Lannach
+43 3136 82104
www.lannach.at
Gemeindeamt St. Josef
8503 St. Josef 73
+43 3136 81124
theaterdorf.at
Anreise mit Bus & Bahn
mit S-Bahn S61 bis Bahnhof Lannach
Hinfahrt